Am Mittag hatte ich einen Termin im Art Institute in der Eldridge Street, welches von Anthony Hubermann betrieben wird. Ein ziemlich interessanter Projektraum, denn über 6 Monate wird sich in diesem Institut mit der Arbeit eines einzelnen Künstlers auseinandergesetzt und nach dessen Berührungspunkte mit anderen Künstlern gesucht. Im Moment gab es Arbeiten von Jo Baer zu sehen, das sah ziemlich interessant aus! Ein Ort zum merken!
Danach ging es weiter in die Nicelle Beauchene Gallery, wo es eine sehr schöne Ausstellung von Cheryl Donegan & Tom Meacham zu sehen gab. Von der Galerie wird auch mein Kumpel Jim Lee vertreten, klein aber fein!
Da ich schonmal in der Gegend war kam ich nicht umhin, nochmal in Chinatown essen zu gehen. Wer immer die Gelegenheit hat: es gibt Restaurants wo man für 4 Dollar 4 Speisen aussuchen kann, das ist super lecker und man hat eine riesige Auswahl. Da kann man süchtig werden! Aber die Zeit drängt, ich habe eine Verabredung mit David Nolan in seiner Galerie, wir hatten uns in Chicago verabredet. David ist großartig und ich freue mich schon auf seine neue Galerie in Berlin in der Potsdamer Straße, im Gebäude des Tagesspiegels. Hier gibt es aber erstmal eine sehr schöne Ausstellung von Alexander Ross zu sehen. Danach noch eben zu Luhring Augustein, wo es eine wahnsinnig tolle Kippenberger Ausstellung gibt. WOW!!

Luhring Augustein Gallery
Auf dem Heimweg lief ich Wendy White und ihrem Mann über den Weg, wie schön. Wir genehmigten uns einen Drink, dann ging es zur Eröffnung von Torben Giehler bei Leo Koenig. Es war rammelvoll, die Ausstellung war ziemlich gut. Giehler ist bei uns ja immer noch ziemlich unbekannt, hier aber glaube ich eine große Nummer. Im Projektraum gab es noch eine Ausstellung von Tony Tasset, weswegen auch die Kavi Gupta Crew aus Chicago da war. Wir verabredeten uns alle für den nächsten Tag, denn leider musste ich schon wieder weiter, auf dem Weg sah ich mir noch schnell die Kate Moss Show nebenan an, wie zu erwarten alles voller fashionistos und -as…

Opening Leo Koenig – Kind nicht Teil der Ausstellung…
Wie ich ja schon berichtete bin ich jetzt (zeitweise) Teil des Chelsea-Hotelclans, weswegen ich auch mit einer Freikarte für das Konzert des Pianisten Bruce Levingston bekam, der hier im 2. Stock residiert. Hervorragend, denn so hatte ich Gelegenheit umsonst in die Carnegie-Hall zu kommen! Levingston spielte in einer etwas effektforcierten Weise ein sehr gemischtes Programm zusammen mit dem Geiger Colin Jacobsen, der sicherlich nicht zu den besten seiner Zunft gehören dürfte. Es war aber ein sehr netter Abend, obwohl mir dieser scharfe amerikanische Streicherklang ein wenig aufs Gehör schlug. Dieser passte nämlich überhaupt nicht zur Stückauswahl, nichtsdestotrotz, wer einmal die Gelgenheit haben sollte Avo Pärts Concerto für Violine und Klavier “Spiegel im Spiegel” zu hören, es ist ein fantastisches Stück!!!! Das Publikum war klatsch- und feierfreudig, hier gibts gleich für alles Standing Ovations.
Danach war ich aber alle, obwohl der Kollege Marlon noch um die Häuser ziehen wollte musste ich passen, so langsam schlaucht das Leben hier und das ständige Rumgerenne, ich muss mal wieder ins Atelier…



